Aktuelles im Februar
Im Februar 2026 bietet der klare Winterhimmel eine ausgezeichnete Möglichkeit, verschiedene Sternbilder zu beobachten. Besonders in den langen, klaren Nächten sind zahlreiche bekannte Sternbilder sehr gut sichtbar, sodass sowohl erfahrene Hobbyastronomen als auch Einsteiger ideale Bedingungen für die Erkundung des nächtlichen Sternenhimmels vorfinden.
Wir laden Sie gerne auf einen Spaziergang über den Sternenhimmel auf unserer Sternwarte Schafmatt

Sonnenflecken

Aktuell befinden wir uns im 25 Sonnenflecken-Zyklus.
Die überraschendste Information ist, dass wir das solare Minimum wahrscheinlich noch nicht überschritten haben. Die Wissenschaftler prognostizieren ein Sonnenfleckenminimum für April 2020 mit einem Unsicherheitsbereich von +/- 6 Monaten. Außerdem sind sich die Experten einig, dass der Sonnenfleckenzyklus 25 eine durchschnittliche Intensität haben wird mit einer Sonnenfleckenzahl (SSN) von etwa 115. Das voraussichtliche Maximum wird im Juli 2025 (+/- 8 Monate) erwartet. Zyklus 25 wäre demnach von einer durchschnittlichen Intensität und ähnlich wie Zyklus 24.

Aktuelle Webseite für Sonnenflecken: http://spaceweather.com

Sonnenaktivitäten über Satellit NOAA: http://www.swpc.noaa.gov

Planeten

Merkur

Merkur am Abendhimmel
Am 19. Februar 2025 steht der flinke Planet Merkur in seiner grössten östlichen Elongation von der Sonne. Dabei erreicht er einen Abstand von 18°07′ zu unserem Zentralgestirn. Gleichzeitig erreicht er das Perihel seiner Bahn und befindet sich dann in einer Entfernung von 46 Millionen Kilometern zur Sonne. Merkur ist somit trotz des bescheidenen Winkelabstands und dank der steilen Ekliptik am Abendhimmel über dem Horizont erkennbar. Bereits am 8. Februar kann man ab 18 Uhr versuchen, Merkur in der Abenddämmerung knapp zwei Grad hoch über dem südwestlichen Horizont zu entdecken. Der -1,1 mag helle Planet geht an diesem Tag um 18:15 Uhr unter. Ab dem 16. Februar werden die Sichtbedingungen ungünstiger, da seine Helligkeit weiter abnimmt und es immer später dunkel wird. Bis dahin sinkt seine scheinbare Helligkeit um eine halbe Grössenklasse auf -0,7 mag. Am 19. des Monats zeigt sich das 7,2 Bogensekunden grosse Merkurscheibchen halb beleuchtet. Diese Phase nennt man Dichotomie. Danach nimmt der Beleuchtungsgrad weiter ab. Zum Ende der bürgerlichen Dämmerung steht Merkur noch gut 10 Grad hoch im Westen. Am 24. Februar beträgt seine Helligkeit schliesslich nur noch 0,3 Grössenklassen. Merkur sinkt an diesem Abend um 18:09 Uhr unter die westliche Horizontlinie. Ab dem 26. Februar ist er mit dem blossen Auge nicht mehr zu sehen und seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr endet. An diesem Tag wird der flinke Planet stationär und eilt dann wieder rasch rückläufig auf die Sonne zu. Auch für Himmelsfotografen von Interesse ist die Begegnung mit der schmalen, zunehmenden Mondsichel am Abend des 18. Februars. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond zwischen Merkur und dem Abendstern Venus.
Venus am Abendhimmel
Anfang des Jahres stand unser Schwesterplanet Venus in oberer Konjunktion zur Sonne. Ab Mitte des Monats ist sie wieder am Abendhimmel präsent. Zu Beginn des Monat steht sie zum Ende der bürgerlichen Dämmerung gut 2 Grad hoch über dem Horizont und Ende Februar bereits 5 Grad. Die -3,9 mag helle Venus geht am 15. Februar um 17:53 Uhr unter. Bis zum 28. Februar erfolgt ihr Untergang erst um 18:49 Uhr. Somit ist die Venus nach Sonnenuntergang gut eine halbe Stunde lang am Abendhimmel zu sehen. Im Teleskop zeigt sich unser Nachbarplanet mit einem scheinbaren Durchmesser von 10 Bogensekunden fast voll beleuchtet. Am 18. Februar kann die schmale Mondsichel 4 Grad nordwestlich der Venus beobachtet werden. Am 27. Februar zieht die Venus in einem Abstand von nur 5,3 Grad nördlich am flinken Planeten Merkur vorbei.
Mars nicht sichtbar
Am 9. Januar 2026 stand unser roter Nachbar Mars in Konjunktion mit der Sonne. Er bleibt auch im Februar weiterhin unsichtbar am Taghimmel verborgen.
Jupiter am Nachthimmel
Mit einer scheinbaren Helligkeit von -2,4 mag ist der Riesenplanet Jupiter ein sehr auffälliges Objekt am Nachthimmel. Zu Beginn des Jahres stand er in Opposition zur Sonne. Er ist nach wie vor optimal zu beobachten. Vor allem seine interessanten Wolkenbänder mit zahlreichen Flecken und die Wanderung seiner vier Galileischen Monde um den Planeten sind für Hobbyastronomen von Interesse. Allerdings verschwindet er im Laufe des Monats langsam vom Morgenhimmel. Der Riesenplanet wandert dabei weiter durch das Sternbild Zwillinge und kommt Ende Februar fast zum Stillstand. Seine Kulminationszeiten verfrühen sich in dieser Zeit von 22:31 Uhr auf 20:31 Uhr zum Ende des Monats. Dabei erreicht er eine Höhe von 63 Grad über dem Horizont. Besonders interessant ist die Begegnung Jupiters mit dem zunehmenden Mond in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar.
Saturn nicht sichtbar
Der Ringplanet Saturn, rechtläufig in den Fischen, zieht sich zum Monatsende hin vom Abendhimmel zurück und wird unsichtbar. Im März kommt er in Konjunktion zur Sonne. Davor kann er bei Einbruch der Nacht noch niedrig über dem westlichen Horizont beobachtet werden. Zu Beginn des Monats steht er zum Ende der bürgerlichen Dämmerung noch 30 Grad hoch im Westen. An diesem Abend geht der 1,1 mag helle Saturn um 21:05 Uhr unter. Am 28. Februar erfolgt sein Untergang bereits um 19:36 Uhr. Im Teleskop erscheint sein Scheibchen 16 Bogensekunden gross. Sein, zur Zeit schmales Ringsystem sehen wir unter einem Winkel von nur 3 Grad. Interessant ist die Begegnung mit dem Planeten Neptun am 16. Februar. Saturn zieht nur 55 Bogenminuten südlich an dem fernen Eisriesen vorbei. Am 19. Februar erhält Saturn zudem Besuch von der zunehmenden Mondsichel.

Kometen

Der Komet 24P/Schaumasse
Der kurzperiodische Komet 24P/Schaumasse ist ein Objekt des Morgenhimmels. Im Laufe des Monats zieht er vom Sternbild Bärenhüter weiter in den Kopf der Schlange. Er ist rund eine Magnitude schwächer als erwartet und sinkt im Laufe des Februars von 11 mag auf 12 mag. Interessant ist die Begegnung des Schweifsterns mit dem Kugelsternhaufen Messier 5 in der letzten Februarwoche. Schaumasse zieht in einem Abstand von fünf Grad nördlich am Kugelsternhaufen vorbei.
Der Komet C/2024 E1 (Wierzchos)
Der Komet C/2024 E1 (Wierzchos) taucht in der letzten Februarwoche im Sternbild Walfisch wieder in der Abenddämmerung auf und steht zu diesem Zeitpunkt sehr niedrig über dem südwestlichen Horizont. Aufgrund seiner geringen Elongation zur Sonne und mit einer scheinbaren Helligkeit zwischen 9. und 10. Größenklasse, ist der Schweifstern nur in mittleren Teleskopen beobachtbar.

Sternschnuppen 

Die Februar-Eta-Draconiden
Die Februar-Eta-Draconiden wurden erst vor relativ kurzer Zeit als neuer Meteorstrom nachgewiesen. Sie sind zwischen dem 2. und 5. Februar aktiv. Ihr zirkumpolarer Radiant befindet sich in der Nähe von Eta Draconis, bei RA = 240° und Dek = +61°, und steht in der Morgendämmerung etwa 70° hoch über dem Horizont. Daher ist es ratsam, in den Stunden nach Mitternacht bis kurz vor Beginn der Morgendämmerung nach Meteoren dieses Stroms Ausschau zu halten. Zum Zeitpunkt des Maximums sind nur wenige Meteore sichtbar, die mit einer Geschwindigkeit von 31 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre eindringen und daher eher langsame Sternschnuppen erzeugen. Im Jahr 2011 wurden bis zu 13 Meteore pro Stunde beobachtet. Ein Ursprungskörper der Februar-Eta-Draconiden ist nicht bekannt.
Datengrundlage: https://astrofan80.de/html/sky.html

Beobachtungen Deep Sky

Ideal für Beobachtungen und Fotografieren bitte Tabelle Deep Sky-Objekte benutzen.
Was kann man wann beobachten / Fotografieren. Tabelle DeepSky

Sternwarte Schafmatt

Besuchen Sie uns in Sternwarte Schafmatt, um bei klarem Wetter einen Blick auf Sternenhimmel zu werfen!
www.sternwarte schafmatt.ch