Aktuelles im Januar
Im Januar 2026 präsentiert sich der Nachthimmel in besonderer Klarheit und Schönheit. In den frühen Abendstunden dominiert das markante Wintersechseck mit den hellen Sternen Sirius, Rigel, Aldebaran, Capella, Pollux und Prokyon. Besonders auffällig ist das Sternbild Orion, das mit seinem Gürtel leicht am südlichen Himmel zu erkennen ist. Wer in klaren Nächten nach draussen schaut, kann zudem den Planeten Jupiter im Sternbild Widder beobachten, während Saturn in den Abendstunden allmählich am westlichen Horizont verschwindet.
Die langen Winternächte laden zum gemütlichen Sterneschauen ein – oft sind auch die Plejaden, das sogenannte Siebengestirn, mit bloßem Auge sichtbar. Wer Glück hat, kann in besonders dunklen Gegenden sogar einen Blick auf die Wintermilchstraße werfen, die sich als schwaches Band durch den Himmel zieht. Der Januar ist somit ein idealer Monat für alle, die sich für Astronomie und die Wunder des Universums begeistern.

 

Wir laden Sie gerne auf einen Spaziergang über den Sternenhimmel auf unserer Sternwarte Schafmatt

Sonnenflecken

Aktuell befinden wir uns im 25 Sonnenflecken-Zyklus.
Die überraschendste Information ist, dass wir das solare Minimum wahrscheinlich noch nicht überschritten haben. Die Wissenschaftler prognostizieren ein Sonnenfleckenminimum für April 2020 mit einem Unsicherheitsbereich von +/- 6 Monaten. Außerdem sind sich die Experten einig, dass der Sonnenfleckenzyklus 25 eine durchschnittliche Intensität haben wird mit einer Sonnenfleckenzahl (SSN) von etwa 115. Das voraussichtliche Maximum wird im Juli 2025 (+/- 8 Monate) erwartet. Zyklus 25 wäre demnach von einer durchschnittlichen Intensität und ähnlich wie Zyklus 24.

Aktuelle Webseite für Sonnenflecken: http://spaceweather.com

Sonnenaktivitäten über Satellit NOAA: http://www.swpc.noaa.gov

Planeten

Merkur

Merkur nicht sichtbar
Der flinke Planet Merkur nähert sich der Sonne weiter an und erreicht am 21. Januar 2026 seine obere Konjunktion. Danach wächst der östliche Winkelabstand bis zum Monatsende lediglich auf 7 Grad an. Er bleibt in diesem Monat demzufolge unbeobachtbar. Am 6. Januar steht Merkur im Aphel seiner Bahn und befindet sich zu diesem Zeitpunkt 69,8 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.
Venus nicht sichtbar
Unser Schwesterplanet Venus steht am 6. Januar 2026 in oberer Konjunktion zur Sonne und bleibt im gesamten Januar unsichtbar. Danach entfernt sie sich wieder in östlicher Richtung von ihr und erreicht bis Monatsende einen Abstand von 6 Grad. Am 22. Januar steht sie im Aphel ihrer Bahn und befindet sich 109 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.
Mars nicht sichtbar
Auch der rote Planet Mars wird von der Sonne eingeholt und steht am 9. Januar 2026 in Konjunktion zu unserem Zentralgestirn. Auch er kann sich bis zum Ende des Monats noch nicht aus den hellen Strahlen unserer Sonne befreien und hält sich mit unserem Zentralgestirn am Taghimmel auf. Der Rote Planet bleibt demzufolge unbeobachtbar. Ab dem 23. Januar zieht Mars vom Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock.
Jupiter am Nachthimmel
Der Riesenplanet Jupiter bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Zwillinge und erreicht am 10. Januar 2026 die Opposition zur Sonne. Mit einer scheinbaren Helligkeit von -2,7 mag ist er die ganze Nacht über als auffällig helles Gestirn am Nachthimmel zu sehen. Zum Oppositionszeitpunkt steht er 780 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Am Tag der Opposition geht Jupiter um 16:00 Uhr im Osten auf und erreicht um 0:13 Uhr seine höchste Stellung im Süden. Dabei steht er gut 62 Grad hoch über dem Horizont. Sein Untergang erfolgt am Morgen um 8:22 Uhr. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Meridiandurchgänge in die Zeit vor Mitternacht. Am 31. des Monats steht er bereits um 22:35 Uhr im Meridian. Die Opposition des Riesenplaneten eignet sich besonders gut, um seine strukturreiche Atmosphäre sowie den Lauf der vier hellsten Galileischen Monde mit Bedeckungen, Schattenwürfen, Verfinsterungen und Transiten vor der Jupiterscheibe zu beobachten. Am Äquator erreicht das stark abgeplattete Jupiterscheibchen zum Oppositionstermin einen Durchmesser von 46,6 Bogensekunden. Am 19. Januar zieht er in einem Abstand von nur 27 Bogenminuten an Delta Geminorum vorbei. In den Tagen davor und danach kann seine Eigenbewegung gegenüber dem Stern gut nachvollzogen werden. Ferner erhält Jupiter am 3. und 30. Januar Besuch vom fast vollen Mond.
Saturn am Nachthimmel
Bei Anbruch der Nacht ist der Ringplanet Saturn gut 36 Grad hoch über dem südlichen Horizont im Sternbild Wassermann zu sehen. Am 15. Januar wechselt der 1,0 mag helle Planet in das Sternbild Fische. Am 1. Januar geht Saturn um 22:53 Uhr unter. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Untergänge auf 21:09 Uhr MEZ. Damit verbleiben zum Monatsende hin knapp drei Stunden für die Beobachtung des Ringplaneten. Im Teleskop erscheint sein Äquatordurchmesser 16,3 Bogensekunden groß. Aufgrund der Passage der Erde durch die Ebene des Rings im letzten Jahr erscheint dieser nur 1,5 Grad geöffnet. Somit erscheint der Ring im Teleskop nur als schmaler Strich. Aktuell blicken wir auf die Südhemisphäre des Planeten. Besonders interessant ist die Begegnung des Saturns mit der zunehmenden Mondsichel am Abend des 23. Januars.

Kometen

Der Komet 24P/Schaumasse
Ein weiterer Komet, den Sie im Dezember beobachten können, ist 24P/Schaumasse. Mit einer Helligkeit von etwa Magnitude 11 ist er auch mit kleinen Teleskopen sichtbar. Er befindet sich im nördlichen Sternbild Haar der Berenike und ist auf der Nordhalbkugel ab etwa Mitternacht bis zur Morgendämmerung sichtbar. Auf der Südhalbkugel erscheint er einige Stunden vor Sonnenaufgang. Der Komet wird allmählich heller und könnte Anfang Januar 2026 bereits im Fernglas sichtbar sein.

Sternschnuppen 

Die Quadrantiden
Vom 1. bis 12. Januar ist der Meteorstrom der Quadrantiden aktiv, dessen Radiant sich im Sternbild Bärenhüter bei RA 15h 20m und Dek +49° befindet. Der Name des Meteorstroms geht auf das nicht mehr existierende Sternbild Mauerquadrant (Quadrans Muralis) zurück. Das Maximum wird am 3. Januar gegen 16 Uhr Ortszeit erreicht. Leider stört der Vollmond die Beobachtung dieses Stroms, sodass nur die hellsten Meteore sichtbar sind. Gegen Ende der Nacht erreicht der Radiant, im nördlichen Teil des Bärenhüters, eine Höhe von etwa 70 Grad. Die beste Beobachtungszeit ist daher kurz vor Beginn der Morgendämmerung. Im Maximum treten bis zu 120 Meteore pro Stunde auf, die mit mittleren Geschwindigkeiten von 41 km/s in die Erdatmosphäre eindringen. In manchen Jahren wurden sogar mehr als 200 Sternschnuppen beobachtet. Damit gehören die Quadrantiden zu den aktivsten Sternschnuppenströmen des Jahres. Unter optimalen Bedingungen, d. h. ohne störenden Mondschein, können in der Regel bis zu 80 Sternschnuppen beobachtet werden. In den letzten Jahren traten in den Tagen nach dem Maximum vermehrt helle Meteore auf. Ein Ursprungskörper für diesen Sternschnuppenstrom ist nicht bekannt. Seit 2003 wird jedoch der Asteroid 2003 EH1 als Ursprung des Meteorstroms vermutet. Er scheint ein inaktiver Überrest des zerfallenen Kometen C/1490 Y1 zu sein. Auch der periodische Komet 96P/Machholz könnte als Erzeuger der Quadrantiden in Frage kommen.
Die Kappa-Cancriden
Die Kappa-Cancriden sind ein relativ neuer Strom, der 2015 erstmals nachgewiesen wurde. Dieser schwache Strom mit nur wenigen Meteoren erreicht sein Maximum am 9. Januar gegen 23:30 Uhr. Leider behindert der abnehmende Mond die Beobachtung. Der Radiant der Kappa-Cancriden liegt 20 Grad südwestlich der Anthelion-Quelle bei RA: 138° und Dek: 9°. Die Sternschnuppen dieses Stroms sind mit etwa 47 Kilometern pro Sekunde deutlich schneller als die der nordöstlich gelegenen Anthelionquelle.
Die Coma-Bereniciden
Die Coma-Bereniciden sind seit Dezember aktiv und bis zum 3. Februar nachweisbar. Sie zeigen jedoch nur eine geringe Fallrate von knapp drei Sternschnuppen pro Stunde. Auch die Meteore der Coma-Bereniciden sind mit 64 Kilometern pro Sekunde vergleichsweise schnell.
Datengrundlage: https://astrofan80.de/html/sky.html

Beobachtungen Deep Sky

Ideal für Beobachtungen und Fotografieren bitte Tabelle Deep Sky-Objekte benutzen.
Was kann man wann beobachten / Fotografieren. Tabelle DeepSky

Sternwarte Schafmatt

Besuchen Sie uns in Sternwarte Schafmatt, um bei klarem Wetter einen Blick auf Sternenhimmel zu werfen!
www.sternwarte schafmatt.ch