Im August 2006 verlor unser Sonnensystem seinen neunten Planeten: Pluto, die ferne Eiswelt, wurde von der Internationalen Astronomischen Union IAU zum Zwergplaneten degradiert.

Aufnahme New Horizons 2017 (NASA)

Allgemeines

Der sonnenferne Pluto wurde 1930 entdeckt. Er ist im Mittel rund 39,4 AE von der Sonne entfernt, umrundet sie aber auf einer starkelliptischen Bahn, die bis auf 4,42 Milliarden km oder 29,6 AE an die Sonne heranführt und damit teilweise noch innerhalb der Neptunbahn verläuft, die andererseits bis auf 7,37 Milliarden km oder 49,3 AE hinausreicht. Für einen Umlauf benötigt Pluto fast 250 Jahre.

Sichtbarkeiten

Pluto erreicht selbst im Perihel eine Helligkeit von nur 13,6 Grössenklassen und erfordert zur visuellen Beobachtung Fernrohre von mindestens 30 cm Oeffnung. Allerdings wird die Identifizierung auch in einem grossen Fernrohr nicht leicht sein, sofern man die Einstellung nicht computergesteürt vornehmen lässt: Selbst jetzt, noch mehr als 200 oberhalb der Milchstrassenebene, findet man in einem nicht zu kleinen Gesichtsfeld leicht ein Dutzend und mehr Sterne annähernd gleicher Helligkeit. In den nächsten Jahren wird sich dies noch dramatisch verschlechtern, denn etwa im Jahre 2010 wird Pluto den galaktischen Aequator überqüren und für ein paar Jahre in dichteren Sternwolken „untertauchen“.
Leichter als die visuelle Beobachtung ist eine fotografische Pluto, „jagd“ oder der Einsatz einer CCD-Kamera, die Pluto selbst am Grossstadthimmel noch mit einem Fernrohr von 10 bis 12 cm Oeffnung dingfest machen kann: Der Vergleich von Aufnahmen, die im Abstand von ein bis zwei Tagen gewonnen wurden, zeigt dann die Wanderung von Pluto.

Neptun in Zahlen

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