Aktuelles im Februar
Im Monat Februar macht der Himmel deutlich, dass der Frühling nicht mehr allzu fern ist. Die Länge des lichten Tages nimmt von knapp neuneinhalb auf elf Stunden zu.
Für Sternengucker ist das ein Grund zur Freude, denn im Laufe der Nacht zieht beinahe das ganze Firmament der Nordhalbkugel über den Himmel.
Wir laden Sie gerne auf einen Spaziergang über den Sternenhimmel auf unserer Sternwarte Schafmatt

Sonnenflecken

Aktuell befinden wir uns im 25 Sonnenflecken-Zyklus.
Die überraschendste Information ist, dass wir das solare Minimum wahrscheinlich noch nicht überschritten haben. Die Wissenschaftler prognostizieren ein Sonnenfleckenminimum für April 2020 mit einem Unsicherheitsbereich von +/- 6 Monaten. Außerdem sind sich die Experten einig, dass der Sonnenfleckenzyklus 25 eine durchschnittliche Intensität haben wird mit einer Sonnenfleckenzahl (SSN) von etwa 115. Das voraussichtliche Maximum wird im Juli 2025 (+/- 8 Monate) erwartet. Zyklus 25 wäre demnach von einer durchschnittlichen Intensität und ähnlich wie Zyklus 24.

Aktuelle Webseite für Sonnenflecken: http://spaceweather.com

Sonnenaktivitäten über Satellit NOAA: http://www.swpc.noaa.gov

Planeten

Merkur

Merkur  nicht sichtbar
Der flinke Planet Merkur nähert sich der Sonne weiter an und steht am 28. Februar 2024 in oberer Konjunktion zu unserem Zentralgestirn. Demzufolge bleibt Merkur den ganzen Monat unsichtbar. Davor, am 2. Februar, passiert der Planet noch das Aphel seiner Bahn und befindet sich dann 70 Millionen Kilometer von unserem Zentralgestirn entfernt.
Venus am Morgenhimmel
Unser Schwesterplanet Venus ist nach wie vor am Morgenhimmel zu sehen. Sie wandert am 16. Februar vom Sternbild Schütze in den Steinbock. Allerdings zieht sie sich im Monatsverlauf immer weiter vom Morgenhimmel zurück. Demzufolge werden ihre Sichtbarkeitsbedingungen im Laufe des Februars deutlich schlechter, da auch die Sonne immer früher aufgeht. Ihre Horizonthöhe nimmt zu Beginn der bürgerlichen Dämmerung deutlich ab und beträgt Anfang Februar noch 7 und Ende des Monats nur noch 1,5 Grad. Ihre scheinbare Helligkeit bleibt mit -3,9 mag aber konstant. Ihre Aufgangszeiten ändern sich nur unwesentlich. Mitte Februar überschreitet sie um 6:17 Uhr die östliche Horizontlinie. Im Teleskop erkennt man, dass der scheinbare Durchmesser des Venusscheibchen immer kleiner wird und Ende Februar nur noch 11,2 Bogensekunden beträgt. Ihr Beleuchtungsgrad wächst dagegen auf 91%.
Mars nicht sichtbar
Unser roter Nachbar Mars bleibt mit einer scheinbaren Helligkeit von 1,3 mag am Morgenhimmel noch unbeobachtbar. Er wandert im Laufe des Monats vom Sternbild Schütze in den Steinbock. Am 22. Februar zieht die Venus, in nur 38 Bogenminuten Abstand, nördlich am Mars vorbei. Diese enge Konjunktion wird leider ein Opfer des durch die Sonne bereits stark aufgehellten Morgenhimmels.
Jupiter am Nachthimmel
Der Riesenplanet Jupiter, rechtläufig im Sternbild Widder, ist ein Planet für die erste Nachthälfte und verschiebt seine Untergänge in die Zeit vor Mitternacht. Am 1. Februar geht der Riesenplanet um 0:55 Uhr im Westen unter. Am 29. Februar sinkt Jupiter bereits um 23:25 Uhr unter die westliche Horizontlinie. Damit bleiben Ende Februar rund 3 Stunden für eine sinnvolle Beobachtung des Riesenplaneten. Die scheinbare Helligkeit geht leicht zurück und beträgt Ende Februar -2,2 Größenklassen. Sein scheinbarer Äquatordurchmesser schrumpft auf 36,5 Bogensekunden. In der Nacht vom 14. auf den 15. Februar steht der zunehmende Mond in der Nähe von Jupiter.
Saturn nicht sichtbar
Der Ringplanet Saturn, im Sternbild Wassermann, hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und steht am 28. Februar 2024 in Konjunktion mit der Sonne. Er bleibt demzufolge unbeobachtbar. Unter guten Sichtbedingungen können erfahrene Beobachter ihn aber noch zu Beginn des Februars als 1,0 mag helles Objekt tief im Südwesten ausmachen. Zur Konjunktion ist Saturn 1.602 Millionen Kilometer von unserem Heimatplaneten entfernt.

Kometen

Komet 12P/Pons-Brooks
Der periodische Komet 12P/Pons-Brooks wandert vom Sternbild Schwan weiter in die Eidechse und danach in die Andromeda. Er ist ein Objekt für den Abendhimmel. Er kann in diesem Monat mit einer Helligkeit um 7,5 Größenklassen bereits in Ferngläsern und kleinen Teleskopen aufgespürt werden. Der Schweifstern neigt zu Helligkeitsausbrüchen, so dass die scheinbare Helligkeit von Pons-Brooks auch höher liegen kann.
Der Komet 62P/Tsuchinshan
Der periodische Komet 62P/Tsuchinshan kann im Sternbild Jungfrau am Morgenhimmel aufgefunden werden. Mit einer scheinbaren Helligkeit um 9 Größenklassen ist Tsuchinshan bereits in kleineren Teleskopen auffindbar.
Der Komet Pallas
Pallas wandert am 6. Februar vom Sternbild Kopf der Schlange in den Herkules und kann am Morgenhimmel beobachtet werden. Ihre Helligkeit nimmt im Laufe des Februars von 9,5 auf 9,4 mag nur unwesentlich zu. Am 1. Februar geht Pallas um 1:03 Uhr auf. Bis zum 29. Februar verfrühen sich ihre Aufgangszeiten auf 23:13 Uhr. Am 8. Februar kann der 5,5 mag helle Stern 9 Herculis als Aufsuchhilfe für den Asteroiden dienen. Der Abstand zum Stern beträgt dann nur 7,5 Bogenminuten. Am 18. Februar zieht Pallas in nur 5,5 Abstand an 21 Herculis (5,8 mag) vorbei.
Der Komet Juno
Juno wandert weiter rückläufig durch den Löwen. Sie kann bereits die gesamte Nacht beobachtet werden und erreicht am 3. März 2024 ihre Oppositionsstellung. Die scheinbare Helligkeit des Asteroiden steigt im Laufe des Monats von 9,2 auf 8,7 mag. Am 1. Februar steht Juno um 2:39 Uhr im Meridian. Am 29. Februar befindet sie sich bereits um 0:30 Uhr in ihrer höchsten Position im Süden. Am 17. Februar zieht der Asteroid in nur 4 Bogenminuten Abstand an dem 5,5 mag hellen Stern 65 Leonis vorbei.
Der Komet Vesta
Vesta bewegt sich immer langsamer durch den Stier und wird am 8. Februar schließlich stationär. Damit beendet sie ihre Oppositionsperiode. Anschließend bewegt sich sich wieder rechtläufig über den Himmel. Auch ihre scheinbare Helligkeit geht deutlich zurück von 7,4 auf 7,9 Größenklassen. Damit bleibt sie aber noch ein Objekt für das Fernglas. Ihre Kulminationszeiten verfrühen sich von anfangs 20:43 Uhr auf 18:59 Uhr.

Sternschnuppen 

Meteorströme
Die Februar-Eta-Draconiden
Erst vor relativ kurzer Zeit wurde die Februar-Eta-Draconiden als neuer Meteorstrom nachgewiesen, die zwischen dem 2. bis 5. Februar aktiv sind. Der zirkumpolare Radiant liegt in der Nähe von Eta Draconis an der Position RA = 240° und Dec = +61°. Dieser steht zum Morgengrauen rund 70 Grad hoch über dem Horizont. Deshalb ist es ratsam, in den Stunden nach Mitternacht bis kurz vor Beginn der Morgendämmerung nach den Meteoren Ausschau zu halten. Zum Maximumszeitpunkt sind nur einige wenige Meteore sichtbar, die mit einer Geschwindigkeit von 31 Kilometern in der Sekunde in die Atmosphäre eindringen und demzufolge eher langsame Sternschnuppen erzeugen. Im Jahr 2011 wurden bis zu 13 Meteore pro Stunde dieses Stroms nachgewiesen. Ein Ursprungskörper der Februar-Eta-Draconiden ist nicht bekannt.
Am deutlichsten macht sich in diesem Monat die Anthelionquelle bemerkbar. Es ist ein ganzjähriger Meteorstrom aus der Ekliptikregion, dessen Radiant sich etwa 12 Grad östlich des Gegensonnenpunktes befindet. Der Radiant nimmt ein großes Gebiet von mindestens 30 x 20 Grad am Himmel ein. Das Zentrum wandert im Februar durch das gesamte Sternbild Löwe. Die wenigen Meteore der Anthelionquelle sind mit 30 km/s nicht sehr schnell. Als Ursprungskörper gilt der kurzperiodische Komet 2P/Encke.

Beobachtungen Deep Sky

Ideal für Beobachtungen und Fotografieren bitte Tabelle Deep Sky-Objekte benutzen.
Was kann man wann beobachten / Fotografieren. Tabelle DeepSky

Sternwarte Schafmatt

Besuchen Sie uns in Sternwarte Schafmatt, um bei klarem Wetter einen Blick auf Sternenhimmel zu werfen!
www.sternwarte schafmatt.ch