Der Januar 2018

Das neue Jahr beginnt mit einem Sternschnuppen-Schwarm, den Quadrantiden. Sie sind zahlreich, aber nicht sehr leuchtstark und werden in diesem Jahr vom Vollmond gestört.
Dominant am Himmel bleibt weiterhin das Winter-Sechseck hoch im Süden und Südosten. Die Konstellation besteht aus Kapella im Sternbild Fuhrmann, Aldebaran im Sternbild Stier, Rigel im Sternbild Orion, Sirius im Sternbild Großer Hund, Prokyon im Kleinen Hund und zuletzt Pollux, der hellste Stern in den Zwillingen.
Im Winter lässt sich die Milchstrasse in unseren Breiten besonders gut beobachten. Sie zieht sich quer über den Himmel, im Südosten vom Grossen Hund durch den Fuhrmann bis in den Nordwesten durch Perseus und Cassiopeia. Suchen Sie sich einen dunklen, abgeschiedenen Ort, der noch frei von Lichtverschmutzung ist, dann können Sie sich an diesem wunderschönen Anblick erfreuen.


Aktuelles am Himmel

Sonnenflecken

Wir befinden uns am Beginn des 24. Zyklus, welcher am 04. Januar 2008 startete. Sein Maximum wird voraussichtlich Anfang 2012 erreicht sein und endet etwa Mitte 2018. Die Aktivität der Sonne ist mit der Sonnenfleckenzahl korreliert. Diese Sonnenfleckenzahl berechnet sich aus der Anzahl Fleckengruppen und der Einzelflecken. Heute beträgt die Sonnenfleckenzahl 0. Eigentlich müssten seit Monaten immer wieder dunkle Stellen auf der Sonne auftauchen – Sonnenflecken. Ihre Zahl nimmt normalerweise in einem elfjährigen Zyklus zu und wieder ab. 2007 hätte die Fleckenzahl ihr Minimum erreichen und seither wieder ansteigen sollen. Doch der Sonnenfleckenzyklus verhalte sich ein wenig wie der Aktienmarkt, schreibt die Nasa: «Wenn man denkt, der Tiefpunkt sei erreicht, sinkt er noch weiter.» 2008 beobachteten die Astronomen an 266 von 366 Tagen keine Sonnenflecken. Ein Jahr mit noch weniger Flecken gab es letztmals 1913. Dieses Jahr blieb die Sonne bisher noch häufiger makellos. Sonnenflecken können grösser als die Erde werden. Dunkel erscheinen sie, weil sie deutlich kälter sind als die rund 5800 Grad heisse Umgebung. Ursache für die Flecken ist der starke Magnetismus, der an diesen Stellen die Sonnenoberfläche durchbricht. Die Magnetfelder der Flecken sind tausendmal grösser als dasjenige der Erde. Hat die Sonne viele Flecken, ist sie besonders aktiv. Es kommt häufig zu Ausbrüchen, bei denen riesige Mengen Materie ins All herausgeschleudert werden. Dadurch entstehen Schockwellen, die viele Teilchen stark beschleunigen. Erreichen diese die Erde, können sie Polarlichter erzeugen, aber auch geomagnetische Stürme auslösen, ährden oder gar Stromnetze lahmlegen.
Über die aktuellen Sonnenaktivitäten kann man über die unten aufgelisteten Webseiten erkundigen.

Aktuelle Webseite für Sonnenflecken: http://spaceweather.com

Sonnenaktivitäten über Satellit NOAA: http://www.swpc.noaa.gov

Planeten

Mars

Mars am Morgrenhimmel.

Auch der Mars steht am Morgenhimmel. Während Sie auf den Aufgang des Merkur warten, können Sie den roten Planeten am Nachthimmel suchen. Der Mars geht den ganzen Monat über recht konstant gegen 03:30 Uhr auf.
Am 11. Januar bilden Mars, Mond und Jupiter tief am Südhimmel ein apartes Dreigestirn.

Saturn

Saturn am Morgenhimmel.

DIm Januar ist es eng am Morgenhimmel, denn auch Saturn kehrt zurück. Zuletzt war er im November zu sehen, Ende Januar gibt er sein Comeback. Ab etwa dem 25. Januar jeweils gegen 06:30 Uhr lässt sich Saturn gut am Morgenhimmel aufspüren.

Jupiter

Jupiter am Morgenhimmel.

Jupiter geht zu Monatsbeginn noch knapp nach dem Mars auf, verfrüht sich im Laufe des Monats aber von etwa 04:00 Uhr auf 02:15 Uhr. Jupiter ist im Januar nach dem Mond der hellste Punkt am Nachthimmel. Ihn zu finden, sollte Ihnen deshalb leicht fallen.

Die Begegnung von Jupiter, abnehmender Mondsichel und Mars vom 11. Januar sehen Sie gegen 07:00 Uhr morgens.

Merkur

Merkur am Morgenhimmel.

Der Merkur begrüsst das neue Jahr in den frühen Morgenstunden. Versuchen Sie Ihr Glück nach den Silvesterfeierlichkeiten und bleiben Sie an Neujahr bis mindestens 7:00 Uhr auf. Dann steht der Merkur hoch genug, um ihn im Südosten zu erkennen. Gegen 07:30 Uhr verblasst er in der Morgendämmerung.
Nach dem 10. Januar werden Sie den Merkur mit blossem Auge nicht mehr erkennen.

Venus

Der Planet Venus ist im Januar unsichtbar. Venus steht am Taghimmel und kehrt im Februar als Abendstern zurück.

Sternschnuppen

Quadrantiden: Die Quadrantiden sind ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom. Der gesamte Aktivitätszeitraum der Quadrantiden erstreckt sich vom 1. bis 5. Januar 2018. Ihr scheinbarer Ursprung oder Radiant liegt im Sternbild Bärenhüter (lat. Bootes), weswegen sie auch Bootiden genannt werden. Der ursprüngliche Name Quadrantiden leitet sich vom Sternbild Mauerquadrant ab, das allerdings nicht mehr offiziell geführt wird. Dieser Text wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.



Beobachtungen Deep Sky

Ideal für Beobachtungen und Fotografieren bitte Tabelle Deep Sky-Objekte benutzen.
Was kann man wann beobachten / Fotografieren. Tabelle DeepSky

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