Neptun ist dunkel, kalt und sehr windig. Es ist der letzte Planeten in unserem Sonnensystem.
Er ist mehr als 30 Mal so weit von der Sonne wie die Erde ist. Neptun ist dem Uranus sehr ähnlich.



Aufnahme Voyager 2 (NASA)

Allgemeines


Neptun wurde 1846 als achter Planet der Sonne entdeckt, nachdem man seine Position am Himmel vorausberechnet hatte: Mit seinem Schwerefeld beeinflusst er die Bewegung von Uranus, seinem inneren Nachbarn, und verriet so den Astronomen seine Existenz. Neptun ist mit 4,5 Milliarden km fast 30mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde und benötigt für einen Umlauf 165 Jahre; auf seiner ziemlich kreisförmigen Bahn nähert er sich der Sonne bis auf 4,46 Milliarden km oder 29,79 AE und rückt bis auf 4,54 Milliarden km oder 30,33 AE von ihr ab.


Sichtbarkeiten


Aufgrund seiner grossen Entfernung zu Sonne und Erde ist Neptun so lichtschwach, dass er nur mit einem Fernrohr gefunden und beobachtet werden kann: Seine mittlere Oppositionshelligkeit liegt bei etwa 7,8 Grössenklassen. Wer Neptun zum ersten Mal aufsucht, kann Schwierigkeiten haben, ihn gleich zu erkennen: Anders als die mit blossem Auge sichtbaren Planeten kann Neptun bei schwacher Vergrösserung leicht mit einem weit entfernten Fixstern im Hintergrund verwechselt werden, denn sein scheinbarer Durchmesser beträgt lediglich rund 2,5". Ausserdem wandert Neptun nur sehr langsam vor den Hintergrundsternen - die durchschnittliche tägliche Verschiebung liegt bei rund 20" und ist daher wenig auffällig. Man braucht also eine gute Sternkarte, die alle "Feldsterne" zeigt, um ihn als "Fremdkörper" sicher identifizieren zu können.

Quelle: NASA, Voyager 2: Wolken über Neptun

Die gegenwärtig weit südliche Stellung bei etwa -200 Deklination erschwert die Beobachtung zusätzlich, weil Neptun damit in Mitteleuropa eine Kulminationshöhe von lediglich rund 200 erreicht und sein Licht in den horizontnahen Dunstschichten zusätzlich geschwächt wird. Auch ein Oppositionstermin Ende Juli ist nicht gerade beobachterfreundlich, da der späte Sonnenuntergang zusammen mit der astronomenfeindlichen Sommerzeit eine erfolgreiche Neptun-Suche erst nach Mitternacht erlaubt.

Und daran wird sich leider so bald nichts ändern: Bedingt durch die langsame Wanderung Neptuns um die Sonne überholt die Erde den fernen Planeten alle 367,5 Tage; entsprechend langsam verschieben sich die Oppositionstermine, so dass es noch viele Jahre daürn wird, bis man Neptun am Herbst- oder gar am Winterhimmel bewundern kann. Erst Anfang 2027 überqürt Neptun den Himmelsäquator nach Norden, und bis zum Erreichen seines "Gipfelpunktes" vergehen weitere 41 Jahre - ihn wird Neptun Ende April 2068 unweit des Sterns Geminorum passieren.


Quelle: NASA, Voyager 2: Neptun von Triton aus betrachtet

Die gegenwärtig weit südliche Stellung bei etwa -200 Deklination erschwert die Beobachtung zusätzlich, weil Neptun damit in Mitteleuropa eine Kulminationshöhe von lediglich rund 200 erreicht und sein Licht in den horizontnahen Dunstschichten zusätzlich geschwächt wird. Auch ein Oppositionstermin Ende Juli ist nicht gerade beobachterfreundlich, da der späte Sonnenuntergang zusammen mit der astronomenfeindlichen Sommerzeit eine erfolgreiche Neptun-Suche erst nach Mitternacht erlaubt.

Und daran wird sich leider so bald nichts ändern: Bedingt durch die langsame Wanderung Neptuns um die Sonne überholt die Erde den fernen Planeten alle 367,5 Tage; entsprechend langsam verschieben sich die Oppositionstermine, so dass es noch viele Jahre daürn wird, bis man Neptun am Herbst- oder gar am Winterhimmel bewundern kann. Erst Anfang 2027 überqürt Neptun den Himmelsäquator nach Norden, und bis zum Erreichen seines "Gipfelpunktes" vergehen weitere 41 Jahre - ihn wird Neptun Ende April 2068 unweit des Sterns Geminorum passieren.

Turbulente Atmosphäre und eisige Monde ähnlich wie Uranus war Neptun für die Astronomen vor der Aera der Planetensonden wenig mehr als ein "wandernder" Lichtpunkt. Man kannte zwei Monde, die den Planeten allerdings in sehr unterschiedlichen Bahnebenen umrunden und deshalb keine eindeutige Festlegung seiner Rotationsachse erlaubten, und alle Versuche, aus periodischen Helligkeitsschwankungen des winzigen Planetenscheibchens auf die Rotationsdaür zu schliessen, blieben wenig erfolgreich. Klarheit über diese und andere Daten lieferte die amerikanische Raumsonde Voyager 2, die im Sommer 1989 an Neptun vorbeizog: Neptun - mit einem Durchmesser von 49 528 km etwas kleiner als Uranus - dreht sich innerhalb von 16 Stunden 6,6 Minuten um seine Achse; dabei ist der Aequator um knapp 29° gegen die Bahnebene geneigt. In der Jupiteratmosphäre waren unterschiedliche Wolkenstrukturen zu erkennen, von hoch liegenden Eiswolken ähnlich den irdischen Zirren bis hin zu einem grossen, dunklen Fleck, der wie eine kleinere Ausgabe des Grossen Roten Flecks in der Jupiteratmosphäre erschien und wie dieser rund 22° südlich des Planetenäquators angesiedelt war; fünf Jahre später zeigten Beobachtungen mit dem Hubble-Weltraumteleskop jedoch, dass diese grosse Struktur wieder verschwunden war.

Neptun in Zahlen


Die Neptunmonde

Die Grössenverhältnisse entsprechen der Realität (der Monde zueinander)

Quelle: NASA, Voyager 2: Neptunmond Proteus

Proteus

Durchmesser 420 km Entfernung zum Neptun 117650 km. Psamathe ist der kleinste.
Proteus ist der zweitgrösste Mond des Neptuns. Proteus ist sehr dunkel, er konnte deshalb trotz seiner Grösse von der Erde aus nicht gesehen werden und wurde erst 1989 von Voyager 2 entdeckt.

Quelle: NASA, Voyager 2: Neptunmond Triton

Triton

Triton Durchmesser 2704 km Entfernung zum Neptun 354800 km.

Triton besitzt eine sehr dünne Atmosphäre aus Stickstoff und geringen Mengen von Methan. In ihr treten ein feiner Dunst sowie dünne Wolken auf. In etwa 600 km Höhe ist die Temperaturauf -1730C angestiegen, dort gibt es eine Ionosphäre und es wurden sogar Polarlichter nachgewiesen.

 

 

 

Quelle: NASA, Voyager 2: Neptunmond Triton

Triton ist der einzige grosse Mond im Sonnensystem, welcher eine gegenläufige Rotation um seinen Planeten aufzuweisen hat. Dies ist ein Indiz dafür, dass er nicht da entstanden sein kann, wo er sich jetzt befindet, sondern das er von Neptun irgendwann eingefangen wurde. Tritons retrograde Umlaufbahn ist auch gleichzeitig sein Untergang. Der Mond wird durch gravitative Einwirkungen immer mehr an Neptun herangezogen.

Irgendwann wird er entweder in Stücke gerissen und einen Ring um Neptun bilden, oder er wird auf den Planeten. stürzen.

Seine Oberfläche ist von einer dicken Eisschicht  (aus gefrorenem Stickstoff, Methan, Ammoniak und Wasser) geprägt, aus der an mehreren Stellen offenbar Gas austritt; jedenfalls fand man dunkle "Rauchsäulen", die bis in eine Höhe von etwa 8 km aufsteigen, ehe sie horizontal abknicken, weil sie möglicherweise von Windströmungen in einer sehr dünnen Tritonatmosphäre mitgerissen werden.

Daneben fanden die Astronomen auf den Voyager-Fotos noch sechs weitere Neptunmonde sowie ein System aus vier Ringen, die teilweise extrem schmal und so ungleichförmig von Teilchen besetzt sind, dass sie aus der Ferne eher wie Ringsegmente erscheinen.