Das geballte Wissen zum Thema Astronomie und Kosmos.

Momentan ist das Astro-Lexikon im Aufbau, bisher befinden sich jedoch schon diverse Begriffe in unserer Datenbank.
In nächster Zeit werden vermehrt Begriffe rund um das Themen Astronomie und Kosmos aufgenommen.

Wenn Sie noch weitere Astro-Fachbegriffe haben senden Sie uns eine Nachricht. Wir werden Ihren Begriff versuchen zu erörtern und in das Lexikon einfügen.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z


Auswahl oder den bestimmten Anfangsbuchstaben drücken.

Buchstabe " N "

Auswahl:

Nanometer;   Nanosekunde;   Nautisches Dreieck;   Nemesis;   Neptun;   Neutronenstern;   Neutrino;   Nordlicht;   Nördliches Dreieck;   Nördliche Krone;   Nova;  

 

 

 

Nanometer

Der einmilliardstel Teil eines Meter, Abkürzung nm: 1 nm = 10-9m.


Nanosekunde

[Nanosecond] Der Milliardste Teil einer Sekunde, abgekürzt ns. 1 ns = 10-9s.


Nautisches Dreieck

[nautic triangle] Auch als astronomisches Dreieck bekanntes Dreieck an der Himmelsphäre mit den Eckpunkten Pol-Zenith-Stern.


Nemesis

[Nemesis] Asteroid Nummer 128, gehörend zur Concordia Familie. Spektrum der C-Klasse.


Neptun

Neptun ist der Äusserste der vier Gasplaneten. Er besitzt einen relativ grossen Mond namens Triton neben weiteren kleineren Monden. Seit die Raumsonde Voyager II 1989 Neptun besucht hat, wissen wir, dass auch Neptun ein wenn auch unauffälliges System aus Ringen besitzt. Wenn Pluto gerade durch den sonnennächsten Teil seiner Bahn läuft, ist Neptun für zwei Jahrzehnte der sonnenfernste Planet. Neptun wurde erst 1846 von Galle entdeckt, nachdem Adams und Leverrier von Arago seine Position aufgrund der von ihm verursachten Störungen der Uranusbahn sein Ort berechnet hatten.

Um Neptun zu sehen, braucht man ein mindestens kleines Teleskop oder einen guten, auf ein Stativ montierten Feldstecher. Erst in mittelgrossen Amateurteleskopen lässt sich Neptun deutlich von den punktförmigen Sternen unterscheiden. Dann zeigt sich ein kleines bläulich-grünliches Scheibchen, das aber keine Oberflächenstrukturen wie beispielsweise Wolken erkennen lässt.
Neptun wurde im Jahr 1846 von Johann Gotfried Galle und Urbain Jean Joseph Le Verrier entdeckt. Le Verrier hatte seine Position aufgrund beobachteter Störungen der Uranusbahn vorausberechnet, Galle hat den "störenden" Planeten Neptun dann auf Anhieb in der Nähe der vorhergesagten Position gefunden.


Neutronenstern

Ein Neutronenstern ist ein Objekt mit mehr als der Masse der Sonne aber nur ca. 30 km im Durchmesser. Die dabei erreichten Dichten liegen bei mehreren 100 Billarden kg/m3. Sie ist vergleichbar mit der Dichte, wie sie in Atomkernen herrscht. Die Fluchtgeschwindigkeit an der Oberfläche des Neutronensterns erreicht die halbe Lichtgeschwindigkeit. Bei einem Neutronenstern von etwa der Sonnenmasse und einem Radius von 16 km zeigt sich folgender Aufbau:

15 - 16 km: Die oberste Schicht besteht aus entarteter Materie wie beim Weissen Zwerg mit einem Anstieg der Dichten von 10 Mio bis 400 Billionen kg/m3. Sie besteht oben aus Eisenkernen, weiter unten auch aus neutronenreichern Kernen (z.B. Gold, Blei, Uran..).
11 - 15 km: Innere Kruste, die neutronenreichen Kerne lösen sich auf und es treten vermehrt freie Neutronen auf, die im sie umgebenden relativistisch entarteten Elektronengas nicht zerfallen können.
In 11 km Distanz vom Mittelpunkt bei einer Dichte von 200 Billarden kg/m3 wird der Zustand einer stark inkompressiblen Neutronenflüssigkeit mit einer kleinen Beimengung von Protonen und Elektronen erreicht.
Gegen das Zentrum hin erreicht die Dichte 400 Billiarden kg/m3. Möglicherweise lösen sich die Neutronen auf und es kommen subnukleare Teilchen wie Quarks frei vor.

Wie beim Weissen Zwerg nimmt der Durchmesser mit zunehmender Masse ab und es gibt eine zu der Chandrasekharschen Grenzmasse analoge Grenzmasse für Neutronensterne, die sog. Oppenheimer-Volkoff Grenze. Sie ist schwer zu berechnen, soll aber höchstens 3 Sonnenmassen betragen. Neutronensterne schwerer als 3 Sonnenmassen kollabieren somit zu einem schwarzen Loch.


Neutrino

Ein Elementarteilchen ohne elektrische Ladung und ohne oder mit nur extrem geringer Masse. Es entsteht bei Kernreaktionen im Inneren von Sonne und Sternen und zeigt nur sehr schwache Wechselwirkungen mit der Materie.


Nordlicht

In hohen nördlichen Breiten sieht man oft - selten in Mitteleuropa - diffuse, farbig leuchtende Erscheinungen am Nachthimmel. Die gleiche Erscheinung gibt es in der Nähe des Südpols, deshalb verwendet man besser den Begriff Polarlicht anstelle von Nordlicht.


Nördliches Dreieck

[triangle] Ein Sternbild am Nordhimmel, zwischen Andromeda und Widder gelegen, mit lateinischem Namen Triangulum und der Abkürzung Tri. Der Hauptstern, alpha Trianguli, heisst mit arabischem Namen Elmuthalleth, zu deutsch: die Spitze des Dreiecks, ist vom Spektraltyp F6 in etwa 20 parsec Entfernung. Seine scheinbare Helligkeit ist 3.4 mag. Beta Trianguli ist mit 3.1 mag heller als der alpha.


Nördliche Krone

[Corona borealis] Sternbild am Nordhimmel.


Nova

Ein veränderlicher Stern, der sich durch eine plötzliche, sehr starke Helligkeitszunahme auszeichnet. Vor dem Ausbruch sind diese Objekte vermutlich weisse Zwergensterne in einem engen Doppelsternsystem. Fliesst von dem anderen Partner gasförmige Materie mit unverbrauchtem Wasserstoff auf den weissen Zwerg über, so setzen auf diesem Kernreaktionen ein und lösen den Novaausbruch aus.