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Mag;  Magellansche Wolken;  Magellanscher Strom;  Magnetfeld;  Mars;

Milchstrasse;  Milchstrassensystem;  Meridian;  Merkur;  Meteor;  Meteorit;

Monde;  Montierung;  Morgenstern;

 

 

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Mag

[mag] Abkürzung für Magnitude. Magnituden sind eine Einheit für die Helligkeit von astronomischen Objekten. Die Einteilung geht auf das antike Griechenland zurück: Die Sterne wurden in 6 Klassen verschiedener Helligkeit eingeteilt, so dass Sterne 1 mag die hellsten und Sterne mit 6 mag gerade noch sichtbar sind (mit blossem Auge, versteht sich; in der Antike gab es noch keine Linsen etc.
Da die Einteilung mit blossem Auge vorgenommen wurde, und das menschliche Auge Intensitäten logarithmisch wahrnimmt, ist die Magnitudenskala eine logarithmische Skala - wie viele andere in der Astronomie gebräuchliche auch. Wahrscheinlich ist das ein Grund dafür, dass sie immer noch in Gebrauch ist (selbstverständlich erweitert und quantitativ definiert).


Magellansche Wolken

[magellanic clouds] Auch als Kapwolken bekannt. Es ist ein Sammelbegriff für die Kleine und die Grosse Magellansche Wolke.


Magellanscher Strom

[magellanic stream] Ein Band mit deutlich höherer Konzentration von Wasserstoffwolken, in dem auch die beiden Magellanschen Wolken liegen. Es wird vermutet, dass das Gas von Vorgängergalaxie der Magellanschen Wolken abgestreift wurde.


Magnetfeld

Das Magnetfeld unseres Planeten ist in guter Näherung das eines Stabmagneten. Die magnetischen Pole sind jedoch nicht identisch mit den geographischen Polen der Erde. Eine Kompassnadel zeigt deshalb nicht genau gegen Norden.

Die Feldstärke am Boden in Mitteleuropa beträgt etwa 22 Mikrotesla. Durch die Ablenkung von geladenen Teilchen aus dem Weltraum zu den Magnetpolen hin entstehen die Polarlichter. Neben der Erde haben auch andere Planeten ein deutliches Magnetfeld: Merkur, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun.



Mars

Der rote Planet ist etwa halb so gross wie die Erde. Durch das Teleskop erkennen wir helle und dunkle Strukturen. Manchmal verhüllt er sich in (Staub-) Wolken. Eine Taglänge von 24.6 Stunden verstärkt den erdähnlichen Eindruck noch mehr. Doch die so gut wie immer weit unter dem Gefrierpunkt liegenden Temperaturen, die mit einem Bodendruck von nur wenigen Millibar sehr dünne Atmosphäre und die Seltenheit von flüssigen Wasser, machen Mars zu einem ungastlichen Ort. Alte Flusstäler, riesige überschwemmungsgebiete, gigantische Schichtvulkane und tiefe Schluchten zeugen von einer bewegten Vergangenheit, bei der auch fliessendes Wasser eine Rolle gespielt hat. Die Frage, ob es auf Mars einmal Leben gab oder sogar noch gibt, ist Gegenstand aktüller Forschung. Man denke nur an den Marsmeteoriten. Möglicherweise ist der Mars einmal via Meteoriten von der Erde infiziert worden, oder geschah es sogar umgekehrt?  Vielleicht kam das Leben auch von der Venus, die vor 3.5 - 4 Mia. Jahren noch Ozeane hatte, auf Erde und Mars?  Das sind sehr spannende Fragen. Man hofft in den ersten beiden Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts der Antwort ein gutes Stück näher zu kommen.


Milchstrasse

Schimmerndes Band, das sich einmal rund um die Himmelskugel zieht und der Schein von Millionen von Sternen in der Scheibe des Milchstrassensystems ist.


Milchstrassensystem

Galaxis; unser Heimatgalaxie, in der über 100 Milliarden Sterne und viel Gas und Staub in einer gewaltigen Scheibe von mehr als 100'000 Lichtjahren Durchmesser aber kaum 2'000 Lichtjahren Dicke angeordnet sind. Unsere Sonne ist etwa 25.000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxis entfernt.


Meridian

Der Grosskreis am Himmelsgewölbe, der durch Zenit, Nadir, die beiden Himmelspole und durch den Nord- und Südpunkt am Horizont verläuft.



Merkur

Der der Sonne am nächsten gelegene Planet ist eine luftleere, mit Kratern bedeckte Einöde wie der Mond. Bemerkenswert ist jedoch, dass Merkur ein Magnetfeld aufweist. Merkur kann nur unter besonders günstigen Bedingungen während wenigen Wochen im Jahr ohne besonderen Aufwand beobachtet werden. Er steht dann entweder am Abendhimmel in westlicher oder am Morgenhimmel in östlicher Richtung als heller Stern nur wenig über dem Horizont. Im Fernrohr sieht man ihn dann als Halbmöndchen oder auch etwas voller. Oberflächendetails sind auch in grösseren Teleskopen kaum erkennbar.


Meteor

Ein Meteor ist die beim Einfall aus dem Weltraum und anschliessendem Verglühen eines Meteoroid (Steinchens, Eisenstücks oder dergleichen) auftretende Leuchterscheinung (= Sternschnuppe).


Meteorit

überlebt nach der Meteorerscheinung ein Teil des festen Körpers, so nennt man dies einen Meteorit. Steinmeteorite sind am häufigsten (94%). Eisenmeteorite kommen zu 5% vor und das letzte Prozent stellen die sogenannten Stein-Eisenmeteorite.


Monde

Wenn Sie sich auch wie Q (TNG, Star-Trek) auf der Enterprise als Mondexperte bewerben wollen, dann können Sie mit dem Auswendiglernen der folgende Tabelle der Monde unseres Sonnensystems beginnen. Sie gibt eine übersicht über die bis 1994 entdeckten Monde. Unberücksichtigt blieben Monde der Planetoiden, sowie die Entdeckung zahlreicher kleiner Monde bei Jupiter und Saturn in den letzten Jahren.. Zu den Galileischen Monden des Jupiter, Deimos, Phobos und Titan existieren spezielle Kurzbeschreibungen. Grün unterlegt sind Monde, die von Amateurteleskopen problemlos visüll beobachtet werden können, eine gelbe Hervorhebung bedeutet, dass der entsprechende Mond nur von erfahrenen Beobachtern mit sehr guter Ausrüstung (grosses Teleskop, CCD-Kamera) beobachtet werden kann. Keine Hervorhebung bedeutet, dass nur professionelle Astronomen mit einem Grossteleskop, Weltraumteleskop oder einer Raumsonde den Mond beobachten können.

Aktülle Anzahl bekannter Monde der Gasriesen:

  • Jupiter: 63
  • Saturn: 47
  • Uranus: 27
  • Neptun: 13


Mondphasen

Aufgrund der daürnd ändernden relativen Lage zwischen Sonne, Mond und Erde ist die uns zugewandte Mondseite einmal mehr und dann wieder weniger vom Sonnenlicht beleuchtet.


Montierung

[mounting] Eine Vorrichtung, auf die eine Teleskop aufgesetzt werden kann. In der Regel ist eine Montierung mit einer Nachführeinrichtung versehen, so dass die Erdrotation ausgeglichen werden kann. Die Erdrotation bewirkt, mit grösserer Brennweite bzw. kleinerem Bildfeld verstärkt, ein "Auswandern" des beobachteten Objekts. Dieser schon bei einfacher visüller Beobachtung störende Effekt würde fotografisches Arbeiten vernmöglichen, da in kurzen Zeitabständen die Kamera geschlossen werden und das Teleskop neu ausgerichtet werden müsste.

Es gibt eine Reihe verschiedener Montierungen:

azimutale Montierung: eine horizontale und eine dazu vertikale Achse. Diese Art von Montierung erfordert eine Nachführung um beide "Tracking"- Systemen ist diese Art der Montierung auch bei Amateurteleskopen wieder in Mode gekommen. Bei langen Belichtungszeiten muss die Bildfelddrehung berücksichtigt werden.

parallaktische Montierung: hier ist eine Achse parallel zur Erdachse (Stunden- oder Polachse), und eine Achse senkrecht zu dieser (Deklinationsachse). Im einfachsten Fall genügt hier eine Nachführung um die Polachse. Kometen und Asteroide, die grosse Eigenbewegungen abweichend von der Bewegung der Himmelssphäre haben, verlangen allerdings auch eine Nachführung in Deklination. Es gibt hier vor allem die deutsche Montierung und, seltener, die Kniesäulenvariante von Repsold.

Etwas betagter ist die englische Montierung, die bei klassischen grossen Reflektoren Anwendung gefunden hat. Heute sehr weit verbreitet bei Teleskopen aller Grössenklassen ist die Gabelmontierung.


Morgenstern

Volkstümliche Bezeichnung für den Planeten Venus, wenn er am Morgenhimmel zu sehen ist.