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Cam; Camelopardalis;  Cancer;  Candela; Canes venatici; Canis maior; Canis minor;

Canopus CapCapella; Caph; Capricornus; Cassegrain-Teleskop Cepheiden; 

Cassiopeia;  Cassiopeia A; Castor; CCD; Charon; CelänoCET; Centaurus A; 

Chromosphäre Chondrit Cirrusnebel; Cluster; Coma Berenices;  Copernicus; Cordelia; 

Corona Borealis;  Crabnebel; Crab Pulsar; Cressida;  Crux;  Cygnus;  Cygnus X-1;  Cygnus X-3; 

Cygnus X-5;  Cyg X-1; 

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Cam

[Cam] Abkürzung für das Sternbild Cameloparalis.


Camelopardalis

[Cameloparalis] Im Deutschen als Giraffe bekanntes ausgedehntes Sternbild (in Breiten um 50o zirkumpolares) am Nordhimmel mit der Abkürzung Cam. Der Genitiv ist Camelopardalis. Es gibt auch die Form Camelopardus mit Genitiv Camelopardi.


Cancer

[cancer] Im Deutschen als Krebs bekanntes Sternbild mit der Abkürzung Cnc und dem Genitiv Cancri. Das im Winter am Abendhimmel sichtbare Tierkreiszeichen beheimatet den offenen Sternhaufen Präsepe und den offenen Sternhaufen M67 sowie den Krebsnebel (crab nebula), einen Supernova-Überrest von einer Supernova aus dem Jahr 1054.


Candela

[Candela] Physikalische (SI-)Einheit für Lichtstärke. Die Candela wurde 1979 neu definiert. Die Definition: Licht einer monochromatischen Qülle von 540 * 1012 Hz (550 nm) in einer definierten Richtung entspricht einer Strahlung von 1/683 Watt pro Steradiant.


Canes venatici

[canes venatici] Im Deutschen als Jagdhunde bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CVn und dem Genitiv Canum Venaticorum. Der nördliche Teil dieses Sternbildes ist in Breiten um 50o zirkumpolar. Es beherrbergt einen Galaxienhaufen und die wechselwirkende Scheibengalaxie M51, die mit einem Feldstecher wahrnehmbar ist. Desweiteren liegt der Kugelsternhaufen M3 in diesem Sternbild.


Canis maior

[canis major] Im Deutschen als grosser Hund bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CMa und dem Genitiv Canis Maioris. Der hellste Stern des Sternhimmels ist alpha Canis Maioris oder Sirius. Der offene Der offene Sternhaufen M41 liegt im grossen Hund.


Canis minor

[canis minor] Im Deutschen als kleiner Hund bekanntes Sternbild mit der Abkürzung CMi und dem Genitiv Canis Minoris. Es ist im Winter in Breiten um 50o in südlichen Himmelsregionen sichtbar und berherrbergt mit Procyon, alpha Canis Minoris, einen der hellsten Sterne am Himmel.



Canopus

[Alpha Carinä] Im Deutschen auch Kanopus genannter hellster Stern im Sternbild Carina (Kiel des Schiffes), Alpha Carinä. Mit -0.7 mag ist es nach Sirius der zweithellste Stern. Die Entfernung vom Sonnensystem sind 40 parsec, der Spektraltyp ist F0, die Leuchtkraftklasse II. Andere Quellen stufen ihn als F0 Ib in 170 pc ein, bzw. als A9 mit unbekannter Leuchtkraftklasse in 23 parsec. Von mittleren Breiten der Nordhalbkugel ist Kanopus nicht sichtbar.


Cap

[Cap] Abkürzung für Capricornus.


Capella

[Capella] Der Name Capella stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ziege. Capella ist auch als Alpha Aurigä, als hellster Stern im Sternbild Fuhrmann bekannt. Die scheinbare visuelle Helligkeit ist 0.08 mag, somit ist die Capella einer der hellsten Sterne am Himmel. Es handelt sich um einen spektroskopischen Doppelstern mit den Komponenten der Spektralklassen G8 und G1 der Leuchtkraftklasse III. Die Umlaufperiode beträgt 104 Tage. Capella ist 13 parsec entfernt. Mittels Interferometrie konnten die beiden Komponenten getrennt aufgelöst werden.


Caph

[Caph] Stern in der Cassiopeia mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 2.25 mag. Der Name stammt aus dem Arabischen (tatsächlich eine Verkürzung) und bedeutet etwa "die gefärbte Hand"..


Capricornus

[capricornus] Im Deutschen als Steinbock bekanntes Sternbild des Zodiak. Sichtbar am Südhimmel im Herbst nach der Abenddämmerung.


Cassegrain-Teleskop

Ein Reflektor, dessen Hauptspiegel eine zentrale Durchbohrung besitzt. Das vom Hauptspiegel reflektierte Licht wird von einem konvex-hyperbolisch geschliffenen Fangspiegel in diese Durchbohrung reflektiert, so dass das Okular am hinteren Ende des Teleskops angebracht werden kann. Ein Cassegrain Teleskop kommt mit einer kurzen Baulänge bei langer Brennweite aus.



Cassiopeia

[Cassiopeia] In mittleren nördlichen Breiten ein zirkumpolares Sternbild, durch das die Milchstrasse zieht. Die Abkürzung ist Cas, der Genitiv Cassiopeiä. Wegen der Anordnung der fünf hellsten Sterne wird es auch das "Himmels-W" genannt. Der hellste Stern, alpha Cassiopeiä, heisst Schedar und ist 2.2 mag im Visüllen. Auch beta Cassiopeia, hat einen arabischen Eigennamen, nämlich Caph. Gamma Cassiopeiä ist der Prototyp der Hüllenveränderlichen; seine Helligkeit schwankt zwischen 1.6 mag und 3.0 mag. Mit Cassiopeia A liegt eine starke Radioqülle in diesem Sternbild. Aufgrund der Nähe zum Milchstrassenband verwundert nicht, dass viele offene Sternhaufen in diesem Sternbild angesiedelt sind. Der bekannteste davon ist vermutlich M103.


Cassiopeia A

[Cassiopeia A] Eine der stärksten bekannten Radioquellen, die von einem sehr inhomogenen Emissionsnebel umgeben ist. Die Radiostrahlung ist nicht-thermisch. Diese Befunde lassen auf eine Supernoväxplosion als Ursache schliessen. Aufgrund der Expansionsgeschwindigkeit des Nebels lässt sich das Explosionsdatum auf etwa 1700 bestimmen, allerdings gibt es keine Berichte über ein solches Ereignis.


Castor

[Castor] Trotz seines Namens alpha Geminorum ist Castor nur der zweithellste Stern in diesem Sternbild, 1.5 mag. Castor ist ein sechsfach-Sternsystem in einer Entfernung von etwa 13.7 parsec. Die beiden hellsten Komponenten bilden ein visuelles Doppelsternpaar mit einer Umlaufperiode von 467 Jahren. Beide Komponenten sind selbst spektroskopische Doppelsterne mit Umlaufperioden von 9.2 und 2.9 Tagen. Das ganze System wird von einem weiteren spektroskopischen Doppelstern umkreist, das in 1150 Jahren den Schwerpunkt des Gesamtsystems umkreist.


CCD

  Diese modernen Bildaufnehmerchips (CCD = Charge Coupled Device) werden zunehmend ein wichtiges Instrument des ernsthaften Amateurs. Kernstück einer CCD Kamera ist ein Raster aus lichtempfindlichen Halbleiterelementen (Pixeln), aus denen die Photonen aufgrund des Photoeffekt (Einstein erhielt für die Erklärung dieses nur mit Quantenmechanik beschreibbaren Effekts den Nobelpreis) Elektronen auslösen. Deren Anzahl ist Proportional zur Lichtstärke, besser gesagt zur Anzahl einfallender Photonen. Das bedeutet auch, dass ein CCD keinen Schwarzschildeffekt aufweist. CCD Kameras eignen sich besonders zum Nachweis lichtschwacher Objekte, denn ihre Quantenausbeute kann bis zu 80% betragen. Etwas vereinfacht gesprochen bedeutet eine Quantenausbeute von 80%, dass nur jedes fünfte Photon verpasst wird.


Charon

Der etwa 1000 km grosse Mond des Planeten Pluto wurde erst 1978 entdeckt. Da Pluto selbst nur etwas mehr als 2000 km aufweist, ist das System aus Pluto und Charon als Doppelplanet zu bezeichnen. Pluto und Charon umkreisen einander in einer Entfernung von 20'000km einmal alle 6 Tge 9 Stunden und 18 Minuten.


Celäno

[Celäno] Stern in den Plejaden mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 5.5 mag, Spektraltyp B7, Leuchtkraftklasse IV.


CET

Abkürzung für Central European Time; auf Deutsch: Mitteleuropäische Zeit. Sie ist unsere Zeit - also das was unsere Uhren anzeigen - in den Monaten November bis März. Sie geht der Weltzeit GMT um eine Stunde vor.


Centaurus A

[Centaurus A] Die Radio- und Röntgenqülle Centaurus A wurde mit der elliptischen Galaxie NGC 5128, der uns nächstgelegenen Riesenelliptischen Galaxie, identifiziert; gleichzeitig ist sie auch die uns nächstgelegene Radiogalaxie. NGC 5128 zeigt ein prominentes Dunkelband aus Gas und Staub, das von einer eingefallenen, gasreichen Scheibengalaxie stammen könnte. Centaurus A zeigt zwei Radiokeulen, wovon die grössere 0.5 Mpc misst, sowie einen Jet von etwa 3 kpc Länge.



Cepheiden

Sterne, die regelmäßig ihre Helligkeit verändern, weil sie sich in einer instabilen Phase befinden und daher pulsieren. Cepheiden dehnen sich regelmäßig aus und schrumpfen wieder, was zu der beobachtbaren Helligkeitsveränderung führt. Prototyp dieser Klasse ist Delta Cephei (vgl. Perioden-Leuchtkraft-Beziehung).


Chromosphäre

Die Chromosphäre ist eine der sichtbaren Sonnenoberfläche (Photosphäre) überlagerte Gasschicht von wenigen tausend Kilometer Dicke. Ihr unterer Rand wird durch ein Temperaturminimum von 4300 K (4000C°) 500 km über der Basis der Photosphäre markiert. Die Temperatur steigt darüber mit etwa 200 Grad pro km Höhe sehr rasch an und erreicht an der Übergangszone zur Korona 500'000 K (ungefähr = °C). Die Chromosphäre kann mit schmalbandigen Filtern beobachtet werden, da sie je nach Höhe in Emissionslinien verschiedener Atome strahlt. Beliebt aber teuer sind H-alpha Filter mit Bandbreiten um 0.1 nm oder besser. H-alpha


Chondrit

[chondrite] Chondrite sind Steinmeteorite, die in der Regel kugelförmige Chondren enthalten. Die Chondrite sind mit 86 % Anteil die häufigste Gruppe der Meteoriten. Sie bestehen hauptsächlich aus Eisen- und Magnesiumhaltigen Silikaten, und spiegeln mit Ausnahme der flüchtigen Stoffe die Zusammensetzung der Sonne wieder. Man unterscheidet drei

  • Kohlige oder C-Chondrite, die etwa 3 % Kohlenstoff enthalten; sie enthalten den höchsten Anteil an volatilen Substanzen und sind am stärksten oxidierten Chondriten. Eisen liegt als FeO und Fe2O3, Schwefel als SO4 vor, auch Ni und Co als Oxide. Die flüchtigen
  • Enstatite oder E-Chondrite, die einen hohen Anteil strengflüssigen Elementen (wie Aluminium, Kalzium und Uran) enthalten und hoch-reduziert sind. Eisen liegt als Metall und FeS vor; alle siderophilen Elemente, auch
  • die gewöhnlichen Chondrite liegen im Mittelfeld hinsichtlich des Anteils an volatilen Stoffen und des Oxidationsgrades. Eisen in Form von Eisen in Form von FeO und FeS.

  • Cirrusnebel

    [Cirrus nebula] Auch als Cygnus-Nebel oder Cygnus-Bogen bekannter Emissionsnebel im Sternbild Schwan. Es handelt sich um einen Supernovaüberrest einer etwa 300000 Jahre alten Supernova. Er ist noch sehr gut in der Kreisform erhalten, und zeigt eine radiale Expansion von etwa 100 km/s. Der Ring hat einen Durchmesser von 3 Grad (sechsfacher Vollmonddurchmesser) und ist etwa 750 pc entfernt. Die hellsten Teile sind auch als NGC 6992 (auch Schleiernebel genannt), NGC 6920, NGC 6979 und NGC 6995 bekannt.


    Cluster

    [cluster] Englischer Begriff für Haufen. Je nachdem, mit wem man redet, sind es Sternhaufen (offene oder Kugelsternhaufen) oder Galaxienhaufen.


    Coma Berenices

    [coma berenices] Sternbild des Nordhimmels mit dem Genitiv Comae Berenices und der Abkürzung Com. Im deutschen als Haar der Berenike bekannt. Ein Teil der überwiegend leuchtschwachen Sterne (alpha comae berenices, oder das Diadem, hat eine visuelle Helligkeit von 4.3 mag) gehört zu einem losen offenen Sternhaufen.
    In diesem Sternbild befindet sich der galaktische Nordpol. Da der Blick in dieser Richtung "ungetrübt" durch die Gas- und Staubwolken der galaktischen Scheibe ist (Zone of Avoidance), finden sich hier viele extragalaktische Systeme, unter anderem der Coma-Haufen und noch ein Teil des Virgo-Haufens. Die bekannten Galaxien M64 und NGC4565 gehören nicht zu diesen Haufen, sondern sind relativ nahe Galaxien in etwa 6 Mpc Entfernung.
    Von Mitteleuropa ist das Sternbild am besten im Frühjahr zu beobachten.
    Berenike war eine ägyptische Königin.


    Copernicus

    [Copernicus] Ein Mondkrater, am Rande des Oceanus Procellarum gelegen, von 90 km Durchmesser und etwa 5500 m hochen Randgebirge. Bei Vollmond sind seine bis 500 km langen Strahlen gut sichtbar. Benannt nach dem polnischen Kirchenmann und Astronomen Nikolaus Kopernikus (Nikolaj Koppernigk).



    Cordelia

    [Cordelia] Der innerste Uranusmond, der auf einer Kreisbahn von 49750 km in 8.1 h den Uranus umläuft. Sie wurde 1986 von Voyager 2 entdeckt und ist zusammen mit Ophelia Hirtenmond für den epsilon Ring des Uranus. Ihr Durchmesser ist etwa 50 km.


    Corona Borealis

    [Corona Borealis] Sternbild am Nordhimmel mit dem Genitiv Coronae Borealis, der Abkürzung CrB und dem deutschen Namen Nördliche Krone. Von Mitteleuropa aus am besten im Sommer sichtbar. Der hellste Stern, alpha Coronae Borealis, heisst Gemma (Edelstein) oder Alphecca und hat eine scheinbare Helligkeit von 2.2 mag. R Coronae Borealis ist der Prototyp einer Gruppe von Veränderlichen, die plötzlich und unvorhersehbar verblassen. T Coronae Borealis ist eine rekurrierende Nova, die 1866 und 1946 beobachtete Ausbrüche hatte. Der Stern wurde bis 2 mag hell, und fiel innert eines Monats auf 10.8 mag, seine übliche Helligkeit. Kleinere Ausbrüche wurden im UV beobachtet. Es ist ein spektroskopischer Doppelstern mit einem Roten Riesen und einem Weissen Zwerg und einer Umlaufperiode von 227.6 Tagen. Im englischen Blaze Star bekannt.


    Crabnebel

    [Crab Nebula] Slangausdruck für Crab nebula oder Krebsnebel.


    Crab Pulsar

    [Crab pulsar] Übliche Bezeichnung für den Pulsar PSR 0531+21 (in älteren Quellen auch noch als NP0532 genannt) im Krebsnebel. Der Crab Pulsar gehört zu den Millisekunden-Pulsare mit einer Rotationsperiode von 33.3 ms. Die Dezelerationsrate beträgt 36.4 ns pro Tag; d.h. die Rotationsdauer nimmt pro Tag um diese 36.4 ns (Nanosekunden = Milliardstel Sekunden) zu. Die dabei verlorengehende Rotationsenergie geht in Mitbewegung der Magnetosphäre des Neutronensterns, in welchem Teilchen auf relativistische Geschwindigkeiten beschleunigt werden und stark gebündelte Synchrotronstrahlung aussenden. Der Crab Pulsar stammt aus der Supernovaexplosion von 1054 und ist einer der jüngsten beobachtbaren Pulsare. Entdeckt wurde er 1968 im Radiobereich (daher auch als Taurus A bekannt), 1969 konnte er erster Pulsar im optischen Wellenlängenbereich nachgewiesen werden. Er erscheint im visuellen als Stern 16 mag. Der Crab Pulsar ist auch im Röntgen- und Gammalicht sichtbar. Die Entfernung ist etwa 2 kpc.


    Cressida

    [Cressida] Einer der kleinen Monde des Uranus. Es ist der viertinnerste Mond mit einem Abstand von 61780 km und einer Umlaufperiode von 0.464 Tagen = 11.1 Stunden. Ein alternativer Name ist Uranus IX. Der Durchmesser ist nur 62 km. Er wurde von Voyager 2 im Jahr 1986 entdeckt. Äquatorebene des Uranus.


    Crux

    [crux] Lateinischer Name des südlichen Sternbildes mit dem Genitiv Crucis, der Abkürzung Cru und dem deutschen Namen Kreuz (des Südens). Die vier hellsten Sterne ergeben ein kleines Kreuz. Es wird oft mit dem false cross, dem flaschen Kreuz, in seiner Nachbarschaft verwechselt, welches grösser erscheint. Die Milchstrasse zieht sich durch das Kreuz des Südens, in welchem eine markante Dunkelwolke, der Kohlensack, liegt. Der hellste Stern, alpha crucis oder Acrux, hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 0.76 mag. Er ist etwa 150 pc entfernt und ein visueller Doppelstern, beide Komponenten vom Spektraltyp B. Beta Crucis oder Mimosa hat eine scheinbare visuelle Helligkeit von 1.2 mag, gamma Crucis 1.6 mag und Crucis 2.8 mag. Epsilon Crucis fungiert als "Symmetriebrecher" des sonst gleichmässig geformten Drachens oder Kreuzes. Alle anderen Sterne sind schwächer als 4 mag. Erwähnenswert ist noch das Schmuckkästchen, ein offener Sternhaufen, NGC 4755, um den Stern Kappa Crucis.


    Cygnus

    [Cygnus] Lateinischer Name des Sternbilds Schwan mit dem Genitiv Cygni und der Abkürzung Cyg. Es ist ein prominentes Sternbild am Sommerhimmel auf der Nordhemisphäre, das manchmal auch als Kreuz des Nordens bezeichnet wird. Das Band der Milchstrasse läuft entlang des "Körpers" des Schwans. Der hellste Stern, alpha Cygni oder Deneb, bildet zusammen mit der Wega und Atair das Sommerdreieck. Es hat eine visuelle scheinbare Helligkeit von 1 mag. Albireo oder beta Cygni, der Kopfstern des Schwans, ist ein enger visueller Doppelstern mit einer roten und einer blauen Komponente. Weitere bekannte Objekte sind der Doppelstern 61 Cygni, welcher der erste Stern ist, von welchem die Entfernung bestimmt werden konnte. P Cygni ist ein veränderlicher blauer Überriese mit einer scheinbaren visuellen Helligkeit von 5 mag. SS Cygni ist die hellste bekannte Zwergnova. NGC 6826 ist ein Planetarischer Nebel. Viele Sternhaufen, am bekanntesten der offene Haufen M39, liegen im Schwan, als auch eine ganze Reihe von Gas- und Dunkelwolken wie dem Nordamerikanebel und dem Cygnusbogen. Desweiteren sind die Radiodoppelqülle Cygnus A, eine der stärksten Radioquellen des Himmels, und die Röntgenqülle Cygnus X-1, die als erster guter Kandidat für ein schwarzes Loch von stellarer Masse gilt. Es gibt noch vier weitere Röntgenquellen im Cygnus.


    Cygnus X-1

    [Cygnus X-1] Röntgendoppelstern im Sternbild Cygnus, dessen optisch unsichtbare eine Komponente als Kandidat für ein Schwarzes Loch stellarer Masse gilt. Die andere Komponente ist ein Überriese mit geschätzt 20 Sonnenmassen. Aus der Dopplerverschiebung der sichtbaren Komponente kann man die Masse des Schwarzen Loch-Kandidaten auf 5 bis 15 Sonnenmassen berechnen, je nach Annahme der Inklination der Bahn relativ zur Beobachtungsrichtung. Da diese Masse fuer einen Neutronenstern deutlich zu gross ist, wird die Annahme eines Schwarzen Loches als plausibel gewertet.


    Cygnus X-3

    [Cygnus X-3] Ebenfalls eine Röntgendoppelqülle, die auch im Very High Energy (VHE)-Bereich periodische Strahlung aussendet. Damit ähnelt sich Herkules X-1.


    Cygnus X-5

    [Cygnus X-5] Diffuse Röntgenquelle, die mit Teilen des Cygnusbogens, eines Supernovaübereste, übereinstimmt.


    Cyg X-1

    [Cyg X-1] Abkürzung für die Röntgenquelle Cygnus X-1.